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Jahreshauptversammlung 2016

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Am Freitag den 26.02.2016 fand zum siebten Mal die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hage im Dörphuus in Halbemond statt. Neben den aktiven Kameraden und den Kameraden der Altersabteilung konnte der Ortsbrandmeister Gerald Gerken auch die zahlreich erschienenen Gäste begrüßen.

Neben dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Dieter Helmers dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Herbert Hinrichs, Anna Jakobs von der Samtgemeindejugendfeuerwehr und Abordnungen der Feuerwehren Lütetsburg und Halbemond folgten auch das Deutsche Rote Kreuz, der Samtgemeindebürgermeister Johannes Trännap, der Ortsbürgermeister des Flecken Hage Erwin Sell, Sven Behrends von der Gruppe CDU-FWG, von Bündnis 90/ die Grünen und Vertreterin der Kirchengemeinde Hage Agnes Bracklo und die fördernde Mitglieder der Einladung des Ortsbrandmeisters.

In seinem Jahresbericht teilte der Ortsbrandmeister den anwesenden mit, dass die Feuerwehr Hage im Jahr 2015 zu insgesamt 48 Einsätzen gerufen wurde. Dies sind vier Einsätze weniger als im Jahr zuvor. Zu Entstehungs- und Kleinbränden wurde die Hager Wehr neun Mal alarmiert. Des Weiteren wurden durch die freiwilligen Helfer 2 Mittelbrände, 5 Großbrände in Norden, wo die Feuerwehr Hage die Kameraden der Norder Feuerwehr unterstützt haben, 10 blinde Alarme, 1 böswilligen Alarm und 21 technische Hilfeleistungen abgearbeitet. Außerdem wurden 7 Brandschutzerziehungen durchgeführt worauf die Feuerwehr Hage im Einsatzfall auf 45 aktive Kameraden zurückgreifen konnte. Hinzu kommen 8 Kameraden in der Altersabteilung und 33 fördernde Mitglieder. Somit hatte die Feuerwehr Hage zum 31.12.2015 ein Bestand von 86 Mitgliedern. Der Altersdurchschnitt der aktiven Kameraden beträgt derzeit 38,1 Jahre. Bei den Alterskameraden liegt der Durchschnitt bei 76,4 Jahren.

Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, wurden im Jahr 2015 24 reguläre Dienste und 50 Sonderdienste durchgeführt. An den regulären Diensten haben im Durchschnitt 25,46 der 45 aktiven Kameraden teilgenommen. Das entspricht einer Dienstbeteiligung von 56,58%. Insgesamt wurden somit 1.527,5 Dienststunden von den Kameraden und Kameradinnen geleistet. Für die Teilnahme an allen regulären Diensten wurden Edzard Janssen, Inka Sassen und Timo Sassen durch den Ortsbrandmeister geehrt. Die Sonderdienste umfasst Bereiche wie z.B. die Fahrzeugpflege, die Pflege des Feuerwehrhauses, die Brandschutzerziehung, Aktivitäten des Festausschusses, die Überprüfung von Hydranten und Löschwasserbrunnen, die Mitgestaltung der Hager Eiswette, die Ausstellung auf den Hager Messetagen, Begleitung von Laternenumzügen, Ausstellungen auf dem Hager Ortsfest, Durchführung von Heumessungen oder die Mitorganisation des Gottesdienstes beim Volkstrauertag. Diese Sonderdienste werden zusätzlich zu den regulären Diensten von den Kameraden wahrgenommen und nahmen über das Jahr gesehen 770 Dienststunden von 308 Kameraden in Anspruch. Auch hier sprach der Ortbrandmeister den an den Sonderdiensten teilgenommenen Kameraden einen besonderen Dank aus. Zusammen haben im Jahr 2015 die freiwilligen Helfer der Feuerwehr Hage insgesamt 2.297,5 Dienststunden ehrenamtlich abgeleistet.

Im Fahrzeugbestand gab es zum Vorjahr keine Veränderung. Der Feuerwehr Hage ist im Besitz von einem Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 mit Hilfeleistungssatz aus dem Jahr 1998, einem Löschgruppenfahrzeug (LF) 10/6 mit Wassertank aus dem Jahr 2006, einem Manschaftstransportfahrzeug mit Pritsche und Plane (MTF) und einem Anhänger mit Plane von 2012 sowie einem Mehrzweckboot mit Außenbordmotor auf einem Trailer. Die Handdruckspritze aus dem Jahr 1898 ist ebenfalls noch einsatzbereit.

Für die Hager Feuerwehr konnte Dank einer großzügigen Spende des Fördervereins Ostfriesland eine Schleifkorbtrage im Jahr 2015 beschafft werden. Außerdem wurde durch eine Spende des Haus Nazareth in Norddeich ein Notfallrucksack angeschafft. Für eine realistischere Ausbildung der Atemschutzgeräteträger wurde aus Eigenmitteln eine neue Nebelmaschine gekauft. Unter der Federführung von den Kameraden Peter Janssen und Michael „Poppi“ Poppinga wurde das Manschaftstransportfahrzeug ausgebaut, sodass auf der Pritsche das für den Einsatz erforderliche Gerät sicher verstaut werden kann. Des Weiteren konnten für die neu eingerichtete Kleiderkammer 20 Einsatzjacken und –hosen beschafft werden.

Ein wichtiger Teil der Feuerwehrarbeit sind die Lehrgänge. So haben im abgelaufenen Jahr 2 Kameraden den Truppmann I, 2 Kammeraden den Truppmann II, 3 Kameraden den Sprechfunklehrgang, 5 Kameraden die Digitalfunk-Endanwenderschulung, ein Kamerad den Maschinistenlehrgang, 2 Kameraden den Atemschutzgeräteträger und 6 Kameraden den Kettensägenlehrgang erfolgreich besucht. Des Weiteren haben jeweils ein Kamerad an den Truppführerlehrgang, den Gruppenführerlehrgang I und II und den Lehrgang Leiter einer Feuerwehr in der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy erfolgreich teilgenommen.

Zum Ende seines Jahresberichts gab Ortsbrandmeister Gerken noch eine Vorschau auf das jetzt kommende Jahr. Ein Thema ist die geringe Anzahl der einsatztauglichen Atemschutzgeräteträger. Die Zahl der AGT-Träger konnte gegenüber 2014 zwar leicht gesteigert werden, jedoch sind noch immer viel zu wenige Kameraden wochentags zwischen 7:00 und 18:00 Uhr vor Ort, um einen Einsatz übernehmen zu können. Mit der Errichtung der Kinderfeuerwehr zusätzlich zur Jugendfeuerwehr und Imagekampagnen seitens der Feuerwehr soll diesem Mangel entgegengewirkt werden. Jedoch ist hier auch die drängende Bitte an die Politik und an die Verwaltung, bei Neueinstellungen in den verschiedenen Bereichen der kommunalen Arbeitswelt Kameraden der Feuerwehr in besonderem Maße zu berücksichtigen. In dem kürzlich fertiggestellten Gutachten wurde die auch vermerkt und gefordert. Ein weiteres Problem ist nachwievor die Tagesverfügbarkeit der Kameraden mit einer Fahrerlaubnis der Klasse C bzw. CE. Hier versuchen die Feuerwehren selbst, diesen Missstand durch den Einsatz von Fahrern aus Nachbarfeuerwehren, welche tagsüber im Ort berufstätig sind, zu mindern.

Bewährt hat sich digitale Alarmierung. Sehr selten kommt es noch vor, dass ein Kamerad, der sich im Landkreis aufhält, keine Alarmierung erhält. In der Ortsfeuerwehr Hage haben mittlerweile 20 Kameraden den Digitalfunk-Endanwenderlehrgang bzw. den aktualisierten Sprechfunklehrgang besucht und sind berechtigt ein Digitalfunkgerät zu bedienen.

Das von der Samtgemeinde Hage in Auftrag gegebene Gutachten über die technische, strukturelle und personelle Situation der Feuerwehren im Samtgemeindegebiet ist im letzten Jahr angefertigt und vorgestellt worden. Die wichtigsten Punkte für die Ortsfeuerwehr Hage sind zum einen der dringend notwendige Neubau des Feuerwehrhauses, die Aufstellung und Ausbildung des Personals insbesondere der Tagesverfügbarkeit so wie mittelfristig die Anschaffung eines Einsatzleitwagens (ELW 1), eines Gerätewagens (GW) bzw. eines Löschgruppenfahrzeuges mit Hilfeleistungssatz (HLF). Zwischen dem Gemeindebrandmeister und den Fraktionen haben diesbezüglich bereits erste Gespräche stattgefunden. Die Planungen für das neue Feuerwehrhaus nehmen langsam Formen an. Anfängliche Probleme bezüglich der Bodenverhältnisse konnten beseitigt werden, sodass noch in diesem Jahr die Grundsteinlegung erfolgen könnte.

Auch der Demographische Wandel macht vor der Ortsfeuerwehr Hage nicht halt. Zwar ist die Feuerwehr derzeit mit 45 Kameraden und Kameradinnen momentan zahlenmäßig noch gut aufgestellt, wenn man jedoch bedenkt, dass rund ein Viertel der Kameraden 50 Jahre und älter ist und der Wehr in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen, darf man sich nicht darüber hinweg täuschen. Um diesem Problem entgegen zu wirken wurde im letzten Jahr die Kinderfeuerwehr auf Samtgemeindeebene, welche ein Grundbaustein ist, gegründet. Diese Einrichtung wurde so gut angenommen, dass es bereits jetzt eine Warteliste gibt.

Unter der Leitung von Kleiderwart Jens Jakobs und seiner Stellvertreterin Inka Sassen wurde in den Räumen der Ortsfeuerwehr Hage eine Kleiderkammer für die 4 Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Hage eingerichtet. Hier werden neben einem Teil der Bekleidung der Jugendfeuerwehr auch die Einsatzbekleidung (NOMEX-Jacken und –Hosen) der aktiven Kameraden und Kameradinnen verwaltet. Die Ausrüstungsgegenstände werden im Regelfall nur gegen eine vom jeweiligen Ortsbrandmeister ausgefüllte Entnahmekarte ausgegeben bzw. getauscht. Nach Einsätzen soll die verschmutzte Einsatzbekleidung künftig hier entgegen genommen werden und sofort gegen gereinigte Bekleidung getauscht werden, die dann auch bei dem jeweiligen Kammeraden verbleiben sollen. Somit ist auch gewährleistet, das mögliche, unmittelbar nachfolgende Einsätze problemlos gefahren werden können.

Zu guter Letzt bedankte der Ortsbrandmeister sich bei allen Kameraden und Kameradinnen für die Einsatzbereitschaft und die gute Teilnahme an den Diensten und Sonderdiensten. Des Weiteren bedankte er sich beim Festausschuss für die geleisteten Dienste, bei den Kameraden der Nachbarfeuerwehren für die gute Zusammenarbeit, an das Team der Kinder- und Jugendfeuerwehr für die hervorragende Arbeit und bei der Samtgemeinde Hage.

Nachdem Anna Jakobs einen Rückblich auf die vielfältigen Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehr gab, berichtete die Altersabteilung von ihren Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr.

Ortsbrandmeister Gerald Gerken konnte auch in diesem Jahr wieder Ernennungen und Beförderungen aussprechen. Die Kammeraden Jannik Baumann und Dennis Wurps wurden zum Feuerwehrmann ernannt. Matthias Freese, Gerrit Heuermannn, Marco Klepsch und Erik Strand zum Oberfeuerwehrmann und Thomas Hildebrandt zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Durch den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Herbert Hinrichs konnte eine Beförderung in die Führungsebene durchgeführt werden. So wurde Timo Sassen zum Löschmeister befördert.

Durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister wurden Rudolf Lippich nachträglich und Edzard Janssen für ihre 40 jährige Mitgliedschaft und Frank Ulferts für seine 25 jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr geehrt.

Zum Ende der Jahreshauptversammlung richteten der Samtgemeindebürgermeister Herr Tränapp, Ortbürgermeister Herr Sell, Frau Bracklo von der Kirchengemeinde, stv. Kreisbrandmeister Dieter Helmers, stv. Gemeindebrandmeister Herbert Hinrichs, Frau Cappi vom DRK, Herr Meiske vom Förderverein und das fördernde Mitglied Herr Heinichen in den Ansprachen der Gäste Grußworte an die Anwesenden.

Mit einer Diashow von Björn Bittner und Matthias Freese schloss der Ortsbrandmeister die Jahreshauptversammlung 2016.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. Juli 2016 um 09:28 Uhr  

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